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Aktuelles

Reutlinger und Rottenburger Integrations(bei)rät*innen zu Gast im Tübinger Integrationsrat (28.03.2023)

Reutlinger und Rottenburger Integrations(bei)rät*innen zu Gast im Tübinger Integrationsrat (28.03.2023)

Der Tübinger Integrationsrat lud zu seiner Sitzung am 28.03.2023 Vertreter*innen der Reutlinger und Rottenburg Integrations(bei)räte ein, um die Zusammenarbeit zwischen den Gremien der Nachbarstädte zu intensivieren. Bereits im Vorfeld äußerten ihre Vertreter*innen bei Zusammentreffen den Wunsch nach einer stärkeren Zusammenarbeit.
Am 28.03. begrüßte schließlich der Tübinger Integrationsrat Yasmin Nasrudin aus Reutlingen und Daniel Setzler aus Rottenburg. Nach einer Vorstellungsrunde folgte ein allgemeiner Austausch über den Aufbau und die Arbeitsweise der jeweiligen Gremien.

„Vielen Dank […] für die Einladung […]. Wir drei Räte sind so, als kenne man sich schon immer. Deniz, dein Impuls wird zwei Landkreise ganz stark machen in der Integrationsarbeit. Da habe ich keine Zweifel.“

Daniel Setzler (Sprecher Integrationsbeirat Rottenburg & stellv. Vorsitzender LAKA BW)

Der herzliche Austausch endete mit einer Bekräftigung des Wunsches nach einer stärkeren Vernetzung und Kooperation der Integrationsräte der Nachbarstädte. Der Tübinger Integrationsrat dankt den Kolleg*innen aus den Nachbarstädten für den freundlichen Austausch und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

„Als Nachbarstädte haben wir eine Menge gemeinsamer Herausforderungen und Chancen, und wir glauben, dass wir durch die Zusammenarbeit und den Austausch viel bewegen können.“

Ana Mejias

Daniel Setzler aus Rottenburg (1.v.r.) und Yasmin Nasrudin aus Reutlingen (3.v.l.) im Tübinger Integrationsrat – Foto: Lara Meier
Daniel Setzler aus Rottenburg (1.v.l.) und Yasmin Nasrudin aus Reutlingen (2.v.l.) im Tübinger Integrationsrat – Foto: Deniz Tekin
Daniel Setzler aus Rottenburg (1.v.r.) und Yasmin Nasrudin aus Reutlingen (4.v.r.) im Tübinger Integrationsrat – Foto: Nilgün Doğan
Lara Meier, Yasmin Nasrudin, Deniz Tekin, Ana Mejias, Daniel Setzler – Foto: Nilgün Doğan

Beiträge: Veranstaltungsabend am 08. März zum Internationalen Frauentag (08.03.2023)

Zum Internationalen Frauentag: Veranstaltungsabend am 08. März 2023 mit Beitrag des Integrationsrats (08.03.2023)

Am 08.03.2023 veranstaltete die Stabstelle für Gleichstellung und Integrations einen Abend zum Internationelen Frauentag mit einem vielfältigen Programm. Auch der Tübinger Integrationsrat war beteiligt. Hier die Redebeiträge von Nilgün Doğan und Ana Mejias:


Weltfrauentag 2023 – Die Absurditäten des Alltags

„Liebe Gäste,
Wir, Ana und ich, sind Integrationsrätinnen. Heute möchten wir Ihnen kleine Einblicke in die Absurditäten unseres Alltags geben. Wir haben dieses Thema gewählt, da wir denken, dass wenn Frauen, die den Alltag so bewältigen, auch zu Krisenzeiten immer sich zu helfen wissen. Ich möchte Ihnen heute eine kleine Anekdote aus meinem Alltag schildern.
Kurz zu den Gegebenheiten: Wir zählen das Jahr 2015. Ein Umzug innerhalb Tübingens erst neu vollzogen, nach jahrelanger Trennung frisch geschieden und glücklich mit nur einem sechsjährigen Kind und nicht wie man mir schon auch zugerufen hat, mit vier Kindern! Wie dem so ist, muss die Wohnungseinrichtung der neuen Wohnung angepasst und folglich ein Bett gekauft werden! Der Weg in ein schwedisches Möbelhaus ist unumgänglich geworden, ein größeres Auto wurde von einer Freundin geliehen, Sohn versorgt und gut untergebracht. All das erledigt machte ich mich auf den Weg in das besagte Möbelhaus. Dort wurde das Bett ausgesucht, im Lager gefunden und schon holte mich die Realität ein. So viele Teile, so schwer, wie bekomme ich alles in den Einkaufswagen? Nach dem ersten Schreck, wurde ein Mitarbeiter angesprochen und mit seiner Hilfe alles in den Einkaufswagen geladen und auch bezahlt. Erleichtert und voller Vorfreude auf das Möbelstück ging ich zum Aufzug Richtung Parkhaus. Kaum aus dem Aufzug ausgestiegen, kam auch schon der zweite Schreckgedanke: Wie um Gotteswillen bekomme ich diese großen und schweren Teile in das Auto. Noch im gleichen Moment hörte ich eine Stimme die mich aus meinen Gedanken rausgerissen haben. Eine Frau rief mir beim vorbei gehen zu: „Na lässt ihr Mann sie allein alles tragen?“ „Ich bin geschieden! Ich schaff das auch allein!“ kam prompt aus meinem Mund.Bisschen genervt, bisschen gestresst aber auch bisschen ermüdet von den nicht enden wollenden Vorurteilen.

„Und zu meinem Erstaunen, drehte sich genau in diesem Moment dieselbe Frau um, kam auf mich zu, packte kurzerhand mit an und meinte zugleich: ‚Wir Frauen müssen doch zusammenhalten!'“

Nilgün Doğan

Genau Zusammenhalt! Das war das richtige Wort! Es war Balsam auf meiner Seele!
Immer wieder gegen Vorurteile kämpfen zu müssen, als Frau sich immer wieder aufs Neue beweisen zu müssen, sich in allen Ebenen des Alltags erklären zu müssen passiert leider auch im Jahre 2023 immer noch viel zu oft. Dann in Kombination mit Vorurteilen gegen Menschen mit Migrationsgeschichte macht all das nicht einfacher. Ich wünsche mir das Zusammenhalt vordergründig zum Alltag gehört. Das man nicht im Anblick von Frauen, die offensichtlich Migrationsgeschichte haben, davon ausgeht, dass diese nur hilfsbedürftige Frauen sind und das man ganz genau ihre Geschichte und auch ihre Bedürfnisse bereits kennt.
Ich wünsche mir im Alltag mehr Smalltalks bei ersten Begegnungen mit u.a. Themen über das Wetter eben nur Themen eines ganz gewöhnlichen Alltags.“
Nilgün Doğan


„Als Migrantin habe ich keine Angst vor Krisen. Ich weiß, was es bedeutet, bei null anfangen zu müssen, und ich fühle mich in der Lage, es immer wieder zu schaffen.

„Um den Alltag als Frau mit Migrationsgeschichte zu bewältigen, habe ich Strategien entwickelt, um die Vorurteile der Gesellschaft zu ignorieren.“

Ana Mejias

Das Wichtigste ist, dass ich keine Kommentare persönlich nehme. Ich habe eine Art Liste, bei der jeder Vorurteil eine entsprechende Antwort hat. Ich versuche dabei nicht arrogant zu wirken, denn ich weiß, dass die meisten Menschen es gut meinen. Zum Beispiel, wenn man mir sagt: „Was machen Sie hier, wenn Sie im „Paradies“ geboren sind?“, antworte ich: „Die meisten haben mein Heimatland als Touristen kennengelernt… Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, Venezuela ist kein Paradies… Nicht jetzt, aber auch nicht früher. Also lebe ich hier, genau wie Sie, und genieße die Karibik nur im Urlaub.“ Oder viele denken, dass Salsa tanzen mein Hobby ist und dass ich ein großer Fan von Shakira bin. Ja, ich kann tanzen und habe in meiner Jugend Shakira gehört. Aber ich liebe auch klassische Musik und wir können gerne mal gemeinsam zum Konzert gehen. Ich habe vier Kinder und bin seit Jahren alleinerziehende Mutter. Als sie noch in der Schule waren, wurde mir oft das Gefühl vermittelt, dass ich auf finanzielle Unterstützung angewiesen wäre, ich wurde auch dies bezüglich des Öfteren angesprochen. Aber das war nicht der Fall. Ich weiß, dass ich statistisch gesehen diese Art der Unterstützung vielleicht gebraucht hätte. Aber was ich wirklich brauche und was jeder Mensch braucht, sind angenehme Begegnungen. Ein „Wie geht es dir?“ statt einem „Wo kommst du her?“ An dieser Stelle muss ich auch gestehen, dass Vorurteile unteranderem auch von Frauen kommen. Diese haben sich manchmal schnell, manchmal weniger schnell in Verlauf von Gesprächen gelöst. Wenn wir jemanden kennenlernen, sollten wir versuchen, den Menschen zu sehen und nicht die Vorurteile, die wir mit seiner Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Äußerlichkeiten verbinden.
Unser Weg als Frau ist oft schwierig, als alleinerziehende Mutter wird die Lage nicht unbedingt einfacher und als Migrantin ist es eine echte Herausforderung. Aber es wird leichter, wenn wir als Frauen zusammenhalten.“
Ana Mejias

Ana Mejias und Nilgün Doğan – Foto: Lale Tipieser
Luzia Köberlein – Foto: Lale Tipieser
Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Tübinger Rathaus – Foto: Neslihan Canpolat
Ana Mejias und Nilgün Doğan – Foto: Lale Tipieser

Koordinierungstreffen: Hilfsangebote für die Erdbebenopfer am 23. März (07.03.2023)

Koordinierungstreffen: Hilfsangebote für die Erdbebenopfer am 23. März (07.03.2023)

Vor fast einem Monat erschütterte ein gewaltiges Erdbeben eine große Region an der türkisch-syrischen Grenze. Zehntausende Menschen verloren bei der Katastrophe ihr Leben, noch mehr Menschen ihr Zuhause sowie Hab und Gut. Viele Überlebende trauern um ihre Angehörigen, sie sind verzweifelt und benötigen dringend Unterstützung.

Am 23. Februar fand eine gemeinsame Gedenkveranstaltung des Integrationsrats und der Stadtverwaltung Tübingen für die Opfer des Erdbebens statt. Viele Menschen drückten auf dem Holzmarkt ihre Anteilnahme und Solidarität aus. Und viele kamen auf uns zu, mit dem Wunsch, den Betroffenen im Erdbebengebiet zu helfen, etwas zu tun. Diese Hilfsangebote und Ideen möchten wir gerne in einem gemeinsamen Austausch koordinieren und bündeln. Hierzu laden wir Sie herzlich ein

am Donnerstag, 23. März 2023, um 18.30 Uhr

in den Hofgerichtssaal, im Rathaus, 3. Stock.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und jedes Hilfsangebot.

Mihriban Şahin (Integrationsbeauftragte) und Deniz Tekin (Sprecher des Integrationsrats)

Zum Internationalen Frauentag: Veranstaltungsabend am 08. März mit Beitrag des Integrationsrats (01.03.2023)

Zum Internationalen Frauentag: Veranstaltungsabend am 8. März mit Beitrag des Integrationsrats (01.03.2023)

Der Tübinger Integrationsrat beteiligt sich mit einem Beitrag am Veranstaltungsabend zum Internationelen Frauentag am 08.03.2023 im Tübinger Rathaus.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können dem Flyer und der folgenden Pressemitteilung entnommen werden.


Pressemitteilung
der Universitätsstadt Tübingen
1. März 2023

Zum Internationalen Frauentag: Veranstaltungsabend im Rathaus am 8. März

Die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Rathaus steht dieses Jahr unter dem Motto „Was uns bewegt“. Dazu lädt die Stabsstelle Gleichstellung und Integration der Universitätsstadt Tübingen gemeinsam mit dem Frauennetzwerk 8. März und dem Aktionsbündnis Gleichstellung alle Interessierten herzlich ein

am Mittwoch, 8. März 2023, 19 bis 22 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr,
im Rathaus am Markt.

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Boris Palmer eröffnet Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch den Abend. Es moderiert die städtische Gleichstellungsbeauftragte Luzia Köberlein. Der Eintritt ist frei. Alle Geschlechter sind willkommen. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei.

Das vergangene Jahr nimmt sich einmal mehr als Jahr der Krisen aus, die uns bedrohen, verstören, empören und bewegen: Kriege und Frauen- und Menschenrechtsverletzungen in vielen Teilen dieser Welt, die Corona-Pandemie und ihre Folgen, der Fachkräftemangel in Careberufen, Inflation, Armutsgefährdung, Klimakrise. All diese Themen greift der Abend aus Frauenperspektive auf.

„Frauen und ihre Lebensrealitäten sind sehr vielfältig, auch hier vor Ort in Tübingen. Und genauso vielfältig sind auch die Beiträge zum diesjährigen Frauentagsprogramm im Tübinger Rathaus“, sagt Luzia Köberlein, die städtische Gleichstellungsbeauftragte. Das Programm wird von Vertreterinnen des Jugendgemeinderats, des Integrationsrats, des Frauenverbands Courage, des Gesamtelternbeirats Kita und von Fridays for Future gestaltet. Außerdem sprechen Ensaf Haidar, eine Kämpferin für Frauen- und Freiheitsrechte aus Saudi-Arabien und eine geflüchtete Frau aus der Ukraine. In dem achtminütigen Kurzfilm „Ich bin stark“ erzählen junge geflüchtete Frauen aus Tübingen von ihren Armutserfahrungen. Der Verein body voices e.V. präsentiert erstmalig ein riesiges Kunstwerk, das im Rahmen eines mehrtägigen Workshops von Frauen geschaffen wurde, die sexualisierte Gewalt er- und überlebten.

Musikalisch gibt es Frauenpower mit dem Saxophonquartett „Gleis 4“. Die Musikerinnen stehen für rhythmische und klangliche Vielfalt aus den verschiedensten Genres. Auch Austausch und Begegnung sollen an diesem Abend nicht zu kurz kommen: Sei es am Infostand des Frauennetzwerks 8. März, in verschiedenen Themenrunden oder an Stehtischen in der Cafeteria des Rathauses. Snacks und Getränke verkaufen die Lebenshilfe e.V. und das Frauencafé achtbar.

www.tuebingen.de/frauentag 


Tagblatt – Mittwochspalte (01.03.2023)

Tagblatt – Mittwochspalte (01.03.2023)

Barış Ateş

Ich lebe seit zehn Jahren in Tübingen, seit 2019 bin ich Mitglied im Integrationsrat. Ich komme ursprünglich aus Gaziantep. Meine Familie hat das Erdbeben überlebt, das Haus, in dem sie wohnten, ist allerdings Schaden erleidet. Ich empfinde jeden Tag Freude, dass sie noch am Leben sind, wo so viele Menschen gestorben sind.  Auch Schmerz und Sorge. Während ich esse frage ich mich, ob meine Geschwister gegessen haben. Während ich in einer warmen Stube schlafe, ist es ihnen kalt. Manchmal werde ich auch wütend auf mich selbst, weil ich nur an meinen eigenen Brüdern und Schwestern denke (unsere Eltern sind gestorben), während so viele Menschen in der gleichen Situation sind. Ich habe nicht die Möglichkeit, allen Menschen, die Ähnliches erleben, zu helfen. Ich möchte, dass zumindest eins von meinen Geschwistern hierherkommt. Meine 43-jährige Schwester, deren Haus bei diesem Erdbeben beschädigt wurde und in der es gefährlich ist, darin zu leben.

Auf den Informationen zum sogenannten „Erdbebenvisum“ aufbauend, habe ich beim Bürgeramt nachgefragt, wie ich einen Antrag für meine Schwester stellen kann. Mir wurde eine Telefonnummer genannt, welche von 13:00 bis 16:00 Uhr erreichbar sein sollte. Ich rief in diesem Zeitfenster wiederholt und ohne Erfolg an, die Leitung war entweder besetzt oder niemand ging dran. Auf der Seite der Ausländerbehörde kam außerdem die Meldung, dass alle Termine bis Ende März ausgebucht seien. Ich habe viele Freunde und Bekannte in Tübingen, aus türkischen, kurdischen und syrischen Familien, die in einer ähnlichen Situation sind, sie rufen wiederholt und erfolglos beim Ausländeramt an. Auch in ihrem Namen schreibe ich.

Bei der vom Integrationsrat und der Stadtverwaltung organisierten Gedenkveranstaltung am 23. Februar, hat unser Oberbürgermeister, Herr Boris Palmer, Unterstützung für die Familien der Erdbebenopfer zugesichert. Hierfür bin ich sehr dankbar. Die konkrete Hilfe beginnt mit der Bereitstellung von Informationen über die Beantragung eines „Erdbebenvisums“. Diese Hilfe wiederum hängt von der Erreichbarkeit der Ausländerbehörde unserer Stadt ab. Ein Schalter oder eine hierfür zuständige Person könnten vor Ort Auskunft geben, so dass es allen Menschen, die dringend diese Form der Unterstützung benötigen, auch geholfen werden kann.

Barış Ateş (Integrationsrat)

Gedenkveranstaltung des Integrationsrats für die Opfer des Erdbebens in der Türkei und in Syrien (24.02.2023)

Gedenkveranstaltung des Integrationsrats für die Opfer des Erdbebens in der Türkei und in Syrien (24.02.2023)

Der Tübinger Integrationsrat organisierte eine Gedenkveranstaltung, um den Opfern des jüngsten Erdbebens im Süden der Türkei und im Norden Syriens zu gedenken. Die Veranstaltung, die am 23. Februar 2023 auf dem Holzmarkt stattfand, bot der Gemeinschaft in Tübingen die Möglichkeit, zusammenzukommen, um den Verstorbenen zu gedenken und ihre Unterstützung für diejenigen auszudrücken, die von dieser Tragödie betroffen waren.

Die Gedenkveranstaltung begann mit einer Begrüßung durch die Integrationsbeauftragte Mihriban Şahin. Eine bewegende Gedenkminute wurde eingelegt, um jener zu gedenken, die bei dem Erdbeben ihr Leben verloren haben. Im Anschluss wurden Ansprachen von Deniz Tekin, dem Sprecher des Integrationsrats, und Boris Palmer, dem Bürgermeister, gehalten.

Zusätzlich wurde im Rahmen der Veranstaltung ein Kuchenverkauf von Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule durchgeführt. Die Einnahmen aus diesem Verkauf kommen den Opfern des Erdbebens zugute, um Unterstützung in dieser schwierigen Zeit zu bieten.

Die Gedenkveranstaltung des Tübinger Integrationsrats unterstrich die Bedeutung von Mitgefühl, Zusammenhalt und Solidarität in Zeiten der Krise. Gemeinsam gedachten die Anwesenden der Opfer des Erdbebens und setzten ein starkes Zeichen der Unterstützung.

Gedenkveranstaltung des Integrationsrats für die Opfer des Erdbebens – Foto: Murat Tekin
Integrationsbeauftragte Mihriban Şahin – Foto: Murat Tekin
Sprecher des Integrationsrats: Deniz Tekin – Foto: Murat Tekin
Oberbürgermeister Boris Palmer – Foto: Murat Tekin
Gedenkveranstaltung des Integrationsrats für die Opfer des Erdbebens – Foto: Murat Tekin

Tagblatt – Mittwochspalte (21.12.2022)

Tagblatt – Mittwochspalte (21.12.2022)

Cevat Tipieser

Am 04.05.2022 berichteten wir an dieser Stelle bereits über die Situation in der Ausländerbehörde. Den Rückmeldungen und Leserbriefen entnehmen wir, dass sich die Situation seither nicht verbessert hat und weisen nochmals darauf hin:

„[…] Dem Integrationsrat wurden immer wieder schwierige Erfahrungen mit dem Ausländeramt zugetragen. Während der Pandemie wurde die Lage zugespitzt, da Termine auf der Behörde nur noch online vereinbart werden konnten. Für nicht wenige betroffene Personen ein fast unüberwindbares Hindernis, da sie entweder mangels technischer Ausstattung oder fehlenden sprachlichen Fähigkeiten oft schon an der Terminvereinbarung scheiterten. Wenn ein Termin gebucht werden konnte, waren die Wartezeiten zum Teil absurd lang. Bis zu 56 [sechsundfünfzig!] Wochen dauerte das Warten auf einen Kontakt zum Ausländeramt im schlimmsten Falle. Für Personen, die auf eine Arbeitserlaubnis oder die Verlängerung ihrer Duldung warteten, eine unendlich lange, bange Zeit des Wartens. […]
Wir brauchen in der Stadt nachhaltige Strukturen, die geeignet sind, Menschen, die ihre Heimat in Folge von Globalisierung, Klimawandel, Verfolgung, Krieg verlassen haben, in unsrer Stadtgesellschaft einen Platz zu geben. Dabei ist uns als Integrationsrat wichtig, dass auf der strukturellen Ebene keine Unterschiede zwischen unterschiedlichen Gruppen von zugewanderten Menschen gemacht werden. Dies könnte den labilen gesellschaftlichen Frieden empfindlich stören. (Annagreta König Dansokho)“.

Zudem möchten wir hinzufügen, dass laut Ausländerbehörde alte Dokumente zwar weiterhin ihre Gültigkeit bewahren, sofern ein Termin vereinbart wurde, dies allerdings nicht für Auslandsreisen gilt. Wer verreisen möchte, hat kaum eine Chance auf eine Wiedereinreise. Nicht zuletzt ist die Ausländerbehörde nicht nur für geflüchtete Menschen zuständig, sondern auch für Migrant*innen, die teilweise seit über 50 Jahren in Deutschland leben.

In seinem Wahlprogramm für seine „dritten hundert Tage“ hat der Oberbürgermeister Boris Palmer angekündigt, sich der Thematik anzunehmen. Darauf vertrauen wir.

Cevat Tipieser (Integrationsrat)

OB-Wahl in Tübingen: Boris Palmer wiedergewählt (23.10.2022)

OB-Wahl in Tübingen: Boris Palmer wiedergewählt (23.10.2022)

Die wahlberechtigten* Tübingerinnen und Tübinger haben Boris Palmer im ersten Wahlgang als Oberbürgermeister wiedergewählt. Auf den Amtsinhaber entfielen 52,4% der Stimmen, gefolgt von Ulrike Baumgärtner mit 22% und Sofie Geisel mit 21,4%.

Der Tübinger Integrationsrat gratuliert Herrn Boris Palmer herzlich zum Wahlsieg und bedankt sich bei Ulrike Baumgärtner, Sofie Geisel und den anderen Kandidatinnen und Kandidaten für den spannenden Wahlkampf. Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister. Zudem freuen wir uns über die (verhältnismäßig) hohe Wahlbeteiligung von 62,6%.

Für weitere Informationen zur Wahl bitte diesen Link anklicken.

* Personen, die keine Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzen, sind bei der Wahl des Bürgermeisters nicht wahlberechtigt.

Tübingen Integrationsrat im Reutlinger Integrationsrat. Bericht zum Thema „Sitze in den Ausschüssen“ (12.10.2022)

Tübingen Integrationsrat im Reutlinger Integrationsrat. Bericht zum Thema „Sitze in den Ausschüssen“ (12.10.2022)

Am 12.10.2022 waren Mitglieder des Tübinger Integrationsrat und die kommissarischen Leitung der Stabsstelle für Integration in die Sitzung des Reutlinger Integrationsrat zum Thema „Sitze in den Ausschüssen“ eingeladen. Nach einer Vorstellung der Arbeitsweise des Tübinger Integrationsrats durch die kommissarischen Leitung der Stabsstelle für Integration Mihriban Sahin berichteten die Tübinger Integrationsrät*innen Annagreta König Dansokho und Deniz Tekin über ihre Arbeit und Erfahrungen im Gemeinderat und seinen Ausschüssen. Im Anschluß folgte ein allgemeiner Austausch über die Arbeitsweise der beiden Gremien. Zudem wurde auf beiden Seiten der Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit der Integrationsräte der Nachbarstädte geäußert. Der Tübinger Integrationsrat dankt dem Reutlinger Integrationsrat für den freundlichen Empfang und den außergewöhnlichen Austausch und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Für weitere Informationen zum Reutlinger Integrationsrat bitte hier klicken!

Netzwerktreffen des Württembergischen Landessportbund e.V. (21.07.2022)

Netzwerktreffen des Württembergischen Landessportbund e.V. (21.07.2022)

Am 21.07.2022 fand das Netzwerktreffen des Württembergischen Landessportbund e.V. statt. Für den Tübinger Integrationsrat nahm Cevat Tipieser teil und beteiligte sich an dem Austausch zur Frage, wie die Zielgruppe der älteren Migrant*innen in Tübingen zur mehr Sport und Bewegung geführt werden kann.
Hierzu will das Netzwerke in einer Umfrage sowohl den Bedarf als auch den Status Quo bzw. den Bedarf bei den Sportvereinen abfragen. Weitere Treffen sind für das Jahr 2023 geplant.

Für weitere Informationen bitte hier klicken!