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Author: Integrationsrat Tübingen

Integrationsrat schließt sich dem „Bündnis für Demokratie und Menschenrechte im Landkreis Tübingen“ an (15.02.2024)

Der Tübinger Integrationsrat schließt sich dem „Bündnis für Demokratie und Menschenrechte im Landkreis Tübingen“ an (15.02.2024)

Gemeinsame Erklärung
Bündnis für Demokraie und Menschenrechte im Landkreis Tübingen

Wir bekennen uns zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und ihren wesentlichen Elementen: die Menschenwürde, das Demokratieprinzip, das Rechtsstaatsprinzip und das Sozialstaatsprinzip. Diese Werte, festgeschrieben in Grundgesetz und Landesverfassung, einen uns als breites Bündnis von Demokratinnen und Demokraten. Demokratie- und menschenfeindliche Haltungen sowie extremistische Einstellungen lehnen wir entschieden ab.

Das Bündnis für Demokratie und Menschenrechte ist ein breites, zivilgesellschaIliches und überparteiliches Bündnis aus Organisationen, Initiativen, Kirchen, Verbänden, kommunalen Amtsträgerinnen und Amtsträgern sowie Vereinen und Parteien im Landkreis Tübingen.

Seit der öffentlichkeitswirksamen Aufdeckung von Plänen rechtsradikaler Kreise, systematisch Millionen von Menschen, insbesondere mit Einwanderungsgeschichte, aus Deutschland zu vertreiben, rollt eine Welle der Empörung und Angst durch das Land. Die Veröffentlichungen des Recherchenetzwerks „Correctiv“ haben für alle sichtbar gemacht, dass rechtsextremistische und menschenfeindliche Bestrebungen eine Bedrohung für die Menschen in unserem Land, unsere Demokratie und den gesellschaIlichen Zusammenhalt sind.

Dafür stehen wir:

  1. Um unsere Demokratie und die in unseren Verfassungen garantierten Menschenrechte zu verteidigen, braucht es jetzt ein Bündnis aller Demokratinnen und Demokraten. Indem wir als demokratische Mehrheit unsere KräIe bündeln, stellen wir uns gemeinsam gegen jegliche Form von Extremismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und verteidigen die Grundwerte unserer Demokratie. In einem Schulterschluss aller Demokratinnen und Demokraten im Landkreis Tübingen erheben wir gemeinsam unsere Stimme gegen Verfassungsfeinde.
  2. Gemeinsam als Organisationen, Initiativen, Kirchen, Verbände, kommunale Amtsträgerinnen und Amtsträger sowie Vereine und Parteien schmieden wir kreisweit ein breites demokratisches Bündnis und stehen auf gegen Rechtsextremismus.
  3. Wir stehen an der Seite der vielen Menschen, die sich von Rechtsextremen bedroht fühlen. Wir setzen uns für ein diskriminierungsfreies und friedliches Miteinander aller Menschen im Landkreis Tübingen ein, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Idendität und weiteren Merkmalen.
  4. Wir sehen uns darin bestärkt, Menschen jeglichen Alters in unserem direkten Umfeld und in unserem Einflussbereich zu motivieren und zu aktivieren, sich für unsere Demokratie zu engagieren. Wir schaffen für diese Menschen aktiv Räume, Möglichkeiten und Bildungsangebote, um sich und ihre Anliegen einzubringen und unsere GesellschaI mitzugestalten.
  5. Wir zeigen Haltung im Alltag. Ob beim Elternabend, an den Hochschulen, am Arbeitsplatz, im Sportverein oder beim Stammtisch, wir treten Hass, Hetze und völkischem Gedankengut entgegen. Wenn es um die Verteidigung unserer Demokratie geht, weichen wir nicht, wir stellen uns jeder Diskussion und jeder Auseinandersetzung.
  6. Wir werben für einen fairen Wahlkampf und eine hohe Wahlbeteiligung zur Kommunal- und Europawahl am 9. Juni 2024.

    Tübingen, 15.02.2024

Die Pressemitteilung mit den Mitgliedern des Büdnisses gibt es hier! Und die Erklärung hier!

PM der Stadtverwaltung: Hilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien: Benefizveranstaltung am 27. Februar 2024

Hilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien: Benefizveranstaltung am 27. Februar 2024


Vor etwas mehr als einem Jahr, im Februar 2023, erschütterten starke Erdbeben den Südosten der Türkei und den Norden Syriens. Dabei kamen viele Tausende Menschen ums Leben oder wurden schwer verletzt. Noch immer sind Millionen Menschen wohnungslos und leben unter katastrophalen Bedingungen. Um Hilfsprojekte vor Ort zu unterstützen, veranstaltet das Tübinger Aktionsbündnis Erdbebenhilfe eine Benefizveranstaltung. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen

am Dienstag, 27. Februar 2024, 19 Uhr,
im Sparkassen Carré, Mühlbachäckerstraße 2.


Der Einlass beginnt um 18 Uhr. Es gibt internationales Fingerfood wie beispielsweise Börek, Sarma und Çiğ Köfte sowie Kuchen und Getränke gegen eine Spende. Nach einem Video zur Situation in den Erdbebengebieten und einer Schweigeminute hält Deniz Tekin, der Sprecher des Integrationsrats, ein Grußwort. Danach berichten die beteiligten Vereine über die aktuelle Lage und Hilfsaktivitäten vor Ort. Die musikalische Gestaltung übernehmen der kurdischsprachige Sänger Diyar, die arabischsprachige Ugarit Band und die kurdischsprachige Sängerin Zeynep Enhas. Die städtische Integrationsbeauftragte Mihriban Şahin moderiert die Veranstaltung.

Eintrittskarten gibt es für fünf Euro beim Bürger- und Verkehrsverein unter www.tueticket.de oder an der Abendkasse. Wer selbst nicht zur Veranstaltung kommen kann, aber helfen möchte, kann ein Soli-Ticket kaufen. Alle Einnahmen durch die Tickets und die Verpflegung kommen lokalen Projekten zum Wiederaufbau und der Gesundheitsversorgung in den Erdbebengebieten zugute. Spenden können außerdem auf das Konto des Stadtteiltreffs Waldhäuser-Ost e.V. mit dem Verwendungszweck „Benefiz Erdbeben Türkei/Syrien“ eingezahlt werden (IBAN: DE40 6039 1310 0026 7940 04).

Den Benefizabend veranstaltet das Aktionsbündnis Erdbebenhilfe, das auf Initiative des Integrationsrats Tübingen und der städtischen Stabsstelle Gleichstellung und Integration zustande gekommen ist. Mit dabei sind folgende Vereine: die Alevitische Gemeinde Tübingen Umgebung e.V., ALKALEMA e.V., das Demokratische Kurdische Gesellschaftszentrum Reutlingen-Tübingen e.V., Dialog und Bildung e.V., Russischer Verein Integration und Kultur e.V. und der Stadtteiltreff Waldhäuser-
Ost e.V. Die Kreissparkasse Tübingen unterstützt die Veranstaltung.

www.tuebingen.de/erdbebenhilfe

Weitere Informationen mit Plaket und Flyer gibt es hier! Und die Pressemitteilung als Dokument hier!

Benefizveranstaltung für die Erdbebenopfer in der Türkei, in Syrien und den kurdischen Gebieten am 27. Februar 2024

Benefizveranstaltung für die Erdbebenopfer in der Türkei, in Syrien und den kurdischen Gebieten am 27. Februar 2024

Vor knapp einem Jahr, am 6. Februar 2023, wurden die Menschen in der Türkei, in Syrien und den kurdischen Gebieten von einem verheerenden Erdbeben überrascht. Unzählige Menschen starben, wurden verletzt und traumatisiert und verloren ihr Hab und Gut.

Der Wiederaufbau wird Jahre oder gar Jahrzehnte andauern. Deshalb darf das Schicksal der Menschen in den betroffenen Gebieten nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind auf unsere Unterstützung angewiesen. Sie sind auf unseren Beistand angewiesen.

Seit dem verheerenden Unglück engagieren sich viele Tübinger Vereine und Einzelpersonen in der Erdbebenhilfe. Viele kamen damals auf uns zu mit dem Wunsch zu helfen. Auf Initiative des Integrationsrats und der Stadt kam schließlich ein Aktionsbündnis Erdbebenhilfe zustande. Gemeinsam hat das Aktionsbündnis eine Benefizveranstaltung auf die Beine gestellt, um Spenden für die Menschen im Erdbebengebiet zu sammeln. Mit großem Engagement und eigenen Spenden haben die Vereine für ein vielfältiges Programm gesorgt.

Neben einem gemeinsamen Gedenken und Berichten aus dem Erdebengebiet gibt es ein vielfältiges musikalisches Rahmenprogramm und ein internationales Catering gegen Spende. Die Benefizveranstaltung findet

am Dienstag, den 27. Februar 2024
im Sparkassen-Carré (Mühlbachäckerstraße 2, 72072 Tübingen)

statt. Der Einlass ist ab 18 Uhr (Getränke und Fingerfood der beteiligten Vereine gegen Spende für die Erdbebenopfer), das Programm beginnt um 19 Uhr.

Hier gibt den Flyer mit dem Programm! Und hier das Plakat!

Eine Karte für die Benefizveranstaltung kostet fünf Euro und ist über den Bürger- und Verkehrsverein (https://www.tueticket.de/index-erdbebenopfer27022024.pml) erhältlich. Wer den Eintritt spenden möchte und nicht an der Veranstaltung teilnehmen kann, kann Soli-Tickets kaufen. Diese dienen der solidarischen Spende, berechtigen jedoch nicht zum Eintritt zur Benefizveranstaltung. Die Spenden und alle Einnahmen werden auf dem Konto des Stadtteiltreffs Waldhäuser Ost e.V. unter dem Verwendungszweck „Benefiz Erdbeben Türkei Syrien“ eingenommen und kommen vollständig lokalen Hilfsprojekten in den Erdbebengebieten zugute. (Spendenkonto: DE40 6039 1310 0026 7940 04 (Volksbank eG).) Alle Infos zur Veranstaltung finden Sie unter www.tuebingen.de/erdbebenhilfe.

Dietmar Schöning: Ein Gedenken an ein ehemaliges Mitglied des Integrationsrats (25.01.2024)

Dietmar Schöning: Ein Gedenken an ein ehemaliges Mitglied des Integrationsrats

Dietmar Schöning

Mit tiefem Bedauern nehmen wir Abschied von Dietmar Schöning, einem engagierten Mitglied des Tübinger Stadtrats und Kreisrats der FDP, der im Alter von 75 Jahren verstorben ist. Seine Wurzeln liegen in Kiel, doch seit 1967 prägte er das politische und soziale Leben Tübingens.

Dietmar Schöning, geboren im Jahr 1948, kam als Student nach Tübingen und fand hier nicht nur Wissen, sondern auch seine Lebensaufgabe. Sein politisches Wirken begann im Stadtrat, wo er sich für die Anliegen der Bürger einsetzte. Als Mitglied der FDP auf Kreisebene setzte er sich für liberale Werte ein.

Besonders hervorzuheben ist Dietmar Schönings Engagement im Integrationsrat Tübingen, wo er dazu beitrug, die Vielfalt der Gemeinschaft zu fördern.

In diesen traurigen Stunden teilen wir unsere aufrichtige Anteilnahme mit Dietmar Schönings Familie, Freunden und allen, die von seinem Wirken berührt wurden.

IR verurteilt Geheimtreffen und ruft zur Verteidigung der Demokratie auf (25.01.2024)

IR verurteilt Geheimtreffen und ruft zur Verteidigung der Demokratie auf

25.01.2024

Der Integrationsrat Tübingen verfolgt mit großer Besorgnis die Enthüllungen des Recherchenetzwerks CORRECTIV über das Geheimtreffen von Rechtsextremen in Potsdam. Die dort debattierten Pläne zur massenhaften Vertreibung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Fluchterfahrung zeigen eine erschreckende Dimension rechtsextremer Bestrebungen. Der Integrationsrat Tübingen verurteilt solche Pläne auf das Schärfste und ruft zur entschlossenen Verteidigung der demokratischen Werte auf.

In Deutschland und unserer Stadt ist das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Lebensweise geprägt. Wer in Tübingen lebt, gehört dazu. Der Tübinger Integrationsrat steht für diese vielfältige Gesellschaft und betont die Bedeutung politischer Partizipation. Er ruft nachdrücklich dazu auf, Haltung zu zeigen und sich gegen antidemokratische, rechtsextreme Ideologien zu wehren. Im Alltag, bei der Arbeit, in unseren Netzwerken und im Freundeskreis, aber auch durch die Teilnahme an deutschlandweiten Kundgebungen, die derzeit stattfinden, können wir aktiv dazu beitragen, demokratische Werte zu schützen.

„Es erfüllt mich mit Mut zu sehen, dass derzeit Zehntausende gegen diese menschenfeindlichen Pläne auf die Straße gehen. Das verdeutlicht, dass wir stärker sind als extremistische Ansichten.“ (Ana Mejias – Stellvertretende Sprecherin des Integrationsrats Tübingen)

Der Integrationsrat Tübingen schließt sich diesem Mut an und ruft dazu auf, demokratische Werte zu schützen, gemeinsam gegen rechtsextreme Ideologien vorzugehen und die Solidarität zu stärken und steht fest an der Seite aller, die sich für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft einsetzen.

Hintergrundinformation: Der Integrationsrat berät den Gemeinderat und die Stadtverwaltung bei Themen, die Menschen mit Migrationshintergrund betreffen, und bei integrationspolitischen Fragen. Neben zwölf sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern gehören dem Rat Mitglieder des Gemeinderats (ihre Zahl entspricht der Anzahl der Fraktionen im Gemeinderat) sowie die Leitung der Stabsstelle für Gleichstellung und Integration an.

Der Integrationsrat Tübingen

Rottenburg setzt starkes Signal für inklusives Wahlrecht – Tübinger Integrationsrat eingeladen zur Unterzeichnung (12.12.2023)

Rottenburg setzt starkes Signal für inklusives Wahlrecht – Tübinger Integrationsrat eingeladen zur Unterzeichnung

Die Stadt Rottenburg bekundet ihr Bekenntnis zum inklusiven Wahlrecht durch die Unterzeichnung der Städteerklärung „unsere Städte – unsere Stimmen“. Oberbürgermeister Stephan Neher (CDU) setzte am Dienstagabend seine Unterschrift unter das Dokument, das vom Rottenburger Integrationsrat initiiert wurde. Dieser hatte im Juni beschlossen, dem Gemeinderat die Empfehlung zur Unterzeichnung auszusprechen, woraufhin der Gemeinderat im Oktober dem Antrag mit überwältigender Mehrheit zustimmte.

Die Städteerklärung fordert die „Schaffung der gesetzlichen Grundlagen“, um allen Bürger*innen in den Städten „gleiche demokratische Beteiligungsrechte“ zu gewährleisten. Bemerkenswert ist, dass bereits 14 von 27 EU-Staaten ähnliche Forderungen erfolgreich umgesetzt haben, wie die Erklärung betont.

Rottenburg reiht sich somit in die Liste von Städten in Baden-Württemberg ein, die diese Initiative unterstützen. Neben Rottenburg haben auch Mannheim, Aalen, Freiburg, Karlsruhe und Heidelberg die Städteerklärung unterzeichnet oder zumindest beschlossen. Die Initiative setzt keine detaillierten Anforderungen für das „Wahlrecht für alle“ fest. Grundsätzlich schlägt sie vor, dass auch Menschen mit legalem Aufenthalt, die bereits einige Jahre in Deutschland leben, sich an Kommunalwahlen beteiligen können.

Die Einladung des Rottenburger Integrationsrats an den Tübinger Integrationsrat, repräsentiert durch Ana Morella Mejias und Deniz Tekin, verdeutlicht die Zusammenarbeit zwischen den Städten in dieser bedeutsamen Angelegenheit. Die Unterschrift von Oberbürgermeister Stephan Neher unterstreicht nicht nur das Engagement Rottenburgs für eine inklusive Gesellschaft, sondern sendet auch ein starkes Signal an andere Städte, sich ebenfalls für gleiche demokratische Rechte einzusetzen.

Die Vertreter*innen des Tübinger Integrationsrates möchten sich herzlich bei Oberbürgermeister Stephan Neher sowie dem gesamten Rottenburger Integrationsrat, insbesondere bei Daniel Setzler und der Integrationsbeauftragten Barbara Kafili, für den außerordentlich warmen Empfang bedanken. Ihre Gastfreundschaft hat den Aufenthalt in Rottenburg zu einer besonders erfreulichen Erfahrung gemacht.

Weitere Infos zur Unterzeichnung der Städteerklärung gibt es hier und hier!

Unterzeichnung der Städteerklärung „unsere Städte – unsere Stimmen“ durch den Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher – Foto: Steffen Schlüter (Stadtverwaltung Rottenburg)
Unterzeichnung der Städteerklärung „unsere Städte – unsere Stimmen“ – Foto: Steffen Schlüter (Stadtverwaltung Rottenburg)
Unterzeichnung der Städteerklärung „unsere Städte – unsere Stimmen“ – Foto: Steffen Schlüter (Stadtverwaltung Rottenburg)
Unterzeichnung der Städteerklärung „unsere Städte – unsere Stimmen“ – Foto: Steffen Schlüter (Stadtverwaltung Rottenburg)
Unterzeichnung der Städteerklärung „unsere Städte – unsere Stimmen“ durch den Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher – Foto: Deniz Tekin

Tübinger Integrationsrat zu Gast im Rottenburger Integrationsbeirat (12.12.2023)

Tübinger Integrationsrat zu Gast im Rottenburger Integrationsbeirat

Nachdem der Oberbürgermeister die Städteerklärung unterzeichnet hatte, kam der Rottenburger Integrationsbeirat unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Hendrik Bednarz zusammen.
Ana Morella Mejias und Deniz Tekin vom Tübinger Integrationsrat waren als geladene Gäste an dieser Sitzung beteiligt und präsentierten den Aufbau des Tübinger Integrationsrats. Dabei erläuterten sie auch, wie die fruchtbare Kooperation zwischen den Städten Rottenburg und Tübingen zustande kam. Die beiden Vertreter gewährten interessante Einblicke in die aktuellen Schwerpunkte ihrer Arbeit und laufende Integrationsprojekte. Die Tübinger hatten zuvor nicht nur die Rottenburger, sondern auch die Mitglieder des Integrationsrats aus Reutlingen zu sich eingeladen, um den interkommunalen Dialog zu stärken und voneinander zu lernen.
Nach der Präsentation fand ein offener Austausch statt, in dem Rückfragen zum Tübinger Gremium gestellt wurden, um ein tieferes Verständnis für die Arbeitsweise und Erfahrungen der Tübinger Integrationsvertreter zu gewinnen. Die Teilnehmer nutzten zudem die Gelegenheit, ihre Gedanken und Ideen zur weiteren Zusammenarbeit zu teilen.
Der Tübinger Integrationsrat bedankt sich herzlich für die Einladung und freut sich auf eine fortlaufende, erfolgreiche Zusammenarbeit.

Tübinger Integrationsrat zu Gast im Rottenburger Integrationsbeirat (12.12.2023) – Foto: Deniz Tekin
Tübinger Integrationsrat zu Gast im Rottenburger Integrationsbeirat (12.12.2023) – Foto: Deniz Tekin
Tübinger Integrationsrat zu Gast im Rottenburger Integrationsbeirat (12.12.2023) – Foto: Deniz Tekin

Integrationsrät*innen bei „Frauen – Macht – Tübingen“: Persönlicher Austausch und Gemeinsames Frühstück für mehr Frauen in der Politik (09.12.2023)

Integrationsrät*innen bei „Frauen – Macht – Tübingen“: Persönlicher Austausch und Gemeinsames Frühstück für mehr Frauen in der Politik)

Am 9. Dezember 2023 öffnete Tübingen seine Tore für Frauen, die den Weg in die Politik suchen oder bereits politisch aktiv sind. Unter dem Motto „Frauen – Macht – Tübingen“ bot die Veranstaltung Raum für persönlichen Austausch und gemeinsames Frühstück, um die Erfahrungen von Frauen in der politischen Landschaft zu teilen.

Als gemeinsames Projekt der städtischen Stabsstelle Gleichstellung und Integration und des FrauenProjekteZentrums fand die Veranstaltung im FrauenProjekteZentrum in der Weberstraße 8 statt und erstreckte sich von 11 bis 13 Uhr. Frauen aus Tübingen hatten dabei die Möglichkeit, mit Gemeinderätinnen, Ortschaftsrätinnen und Integrationsrätinnen in persönlichen Gesprächen oder kleinen Gruppen über ihre eigenen Erfahrungen in der Politik zu sprechen.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass etwa die Hälfte der kommunalpolitischen Gremien in Tübingen, darunter der Gemeinderat, der Jugendgemeinderat und der Integrationsrat, mit Frauen besetzt ist. „Aber es gibt für Frauen immer noch Hürden auf dem Weg in die Politik und in der Politik“, betonte Luzia Köberlein, Gleichstellungsbeauftragte der Universitätsstadt Tübingen, und erklärte, dass die Veranstaltung dazu dient, Wege zu finden, diese Hürden zu überwinden.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Tübinger Integrationsrat, der durch die Teilnahme von Fotini Zgouros, Nilgün Doğan, Ana Morella Mejias, Cristina Popescu, Andrea Le Lan (gleichzeitig Gemeinderätin) und Aslı Küçük (gleichzeitig Gemeinderätin) vertreten war.

Die Pressemitteilung zur Veranstaltung gibt es hier!

Broschüre: „Mehrsprachig aufwachsen – ein Gewinn für Bildung“ (03.12.2023)

Auf dem Fachtag „Mehrsprachig aufwachsen – ein Gewinn für Bildung“ wurde eine gleichnamige Broschüre vorgestellt, die von der Stabsstelle für Gleichstellung und Integration in Kooperation mit dem Mehrsprachigkeitszentrum in Tübingen (MiT) und dem Deutschen Seminar der Universität Tübingen erstellt wurde. Die 36-seitige Broschüre informiert pädagogische Fachkräfte sowie Eltern über den Mehrwert der Mehrsprachigkeit und deckt die häufigsten Irrtümer zur Mehrsprachigkeit auf. Außerdem führt die Broschüre verschiedene Angebote von Tübinger Vereinen und (post-)migrantischen Organisationen auf. Diese fördern mit Sprachkursen, theaterpädagogischen und interkulturellen Angeboten wie Sprachcafés den Erhalt der Familiensprachen und Mehrsprachigkeit. Auch der herkunftssprachliche Unterricht, der von den Konsularischen Vertretungen angeboten wird, ist aufgeführt. Die Broschüre gibts es hier!

Rückblick auf den Landesfachtag des LAKA BW: Gemeinsam für mehr Engagement und Vielfalt (25.11.2023)

Der erste Landesfachtag des Landesverbands der kommunalen Migrantenvertretungen in Baden-Württemberg (LAKA BW) war ein großer Erfolg und bot eine inspirierende Plattform für den Austausch, die Diskussion und die Förderung von Engagement und Vielfalt. Unter dem Motto „#wir:engagiert in Baden-Württemberg“ versammelten sich am Samstag, den 25. November 2023, Mitglieder, Interessierte und Experten in der Jugendherberge Mannheim International, um über die verschiedenen Facetten der Integration durch Partizipation zu sprechen. Der Fachtag wurde durch die gemeinsamen Anstrengungen des LAKA BW und des Migrationsbeirats der Stadt Mannheim möglich. Deniz Tekin, Teilnehmer im Namen des Tübinger Integrationsrats, trug nicht nur als Mitglied zur Vielfalt des Fachtags bei, sondern leitete auch den Workshop „Einrichtung einer Ombudsstelle“, wo er als Referent wertvolle Einsichten und Fachkenntnisse teilte.

Die Eröffnung des Fachtags wurde von Gerhard Fontagnier, Stadtrat der Stadt Mannheim, eingeleitet. Sozialminister Baden-Württembergs Manne Lucha sendete seine Grüße in einem Videobeitrag, und Dejan Perc, Vorsitzender des LAKA BW, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Engagements für eine vielfältige und inklusive Gesellschaft.

Impulse und Diskussionen

Ein Höhepunkt des Fachtags war der thematische Input von Dr. Maria Schiller, einer renommierten Assoziierten Professorin für Public Policy, Migration und Diversität an der Universität Rotterdam. Ihr Vortrag „Warum institutionelle Gestaltung und Handlungsfähigkeit lokaler Migrationsbeiräte wichtig sind“ lieferte wertvolle Einblicke und regte zu intensiven Diskussionen an.

Die Podiumsdiskussion, an der Dr. Maria Schiller, Gari Pavkovic (Leiter der Abteilung Integrationspolitik der Stadt Stuttgart) und Zahra Alibabanezhad Salem (Vorsitzende des Migrationsbeirats Mannheim und stellvertretende Vorsitzende des LAKA BW) teilnahmen, vertiefte die Themen und ermöglichte einen direkten Austausch zwischen Experten und Teilnehmern.

Praxisnahe Workshops

In den beiden Workshop-Runden erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Projekte zu gewinnen und ihre eigenen Erfahrungen zu teilen. Die Bandbreite der Themen reichte von einem Schulprojekt des Rottenburger Integrationsbeirats gegen Rassismus über die Einrichtung einer Ombudsstelle bis hin zu symbolischen Wahlen und der Sicherung von ständigen Sitzen in Ausschüssen.

Der Landesfachtag fand seinen Abschluss in einem klaren Bekenntnis zum weiteren Engagement für Vielfalt und Partizipation in Baden-Württemberg.

Das Programm zum Fach gibt es hier! Die Pressemitteilung des LAKA hier! Und eine große Fotogallerie hier!